Die E-Zigarette

Die Elektrische Zigarette


Die elektrische Zigarette, auch E-Zigarette genannt, ist ein Gerät, das durch eine elektrisch beheizte Wendel eine Flüssigkeit, das Liquid, zum Verdampfen bringt. Der Dampfer inhaliert den dadurch entstehenden Nassdampf anstelle von Rauch. Im Unterschied zur Tabak-Zigarette findet hierdurch allerdings keine Verbrennung statt. Das englische Gesundheitsministerium schätzt deshalb, dass der Konsum von E-Zigaretten demzufolge ca. 95 % weniger schädlich als Tabakrauchen ist.
 

Die Idee

Bereits 1963 hat sich Herbert A. Gilbert das Konzept einer elektrischen Zigarette patentieren lassen. Seine Idee einer rauch- und tabakfreien Zigarette mit erhitzter, befeuchteter und aromatisierter Luft als Ersatz für die konventionelle Zigarette erreichte allerdings keine Serienreife und ging niemals in Produktion.
 

 
2003 erfand der Chinese Hon Lik die heutige Version und brachte sie ein Jahr später zuerst in China auf den Markt. Das Unternehmen, für das er arbeitete, änderte seinen Namen von vorher Golden Dragon Holdings in Ruyan und exportierte ab 2005/2006 elektrische Zigaretten. Diese Verdampfer basieren auf der Technologie mit der auch in Diskotheken Nebel erzeugt wird. Hergestellt und Vertrieben wird diese Art der elektrischen Zigaretten deshalb bereits schon seit 2007.
 

Der Durchbruch

Die Firma Joyetech hat 2008 die Joye 510 auf den Markt gebracht. Bereits 2010 folgte die Ego-T. Diese ahmt allerdings anders als die meisten bisherigen E-Zigaretten nicht die Form einer Zigarette nach. Die Popularität dieses Systems trug maßgeblich zur Standardisierung des 510er-Gewindes bei. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher auf dem Markt befindlicher Geräte, die sich in Verdampferprinzip, Liquidkapazität, Akkukapazität und eventueller Regelung der Versorgungsspannung unterscheiden. Einwegsysteme werden allerdings wenig von ständigen Konsumenten der E-Zigarette benutzt. Dazu zählen zum Beispiel die optisch einer Filterzigarette nachempfundenen Cig-a-likes genauso wie die sogenannten E-Shishas.
E-Shishas besitzen eine bunte Optik, enthalten süßliche Aromastoffe und meist kein Nikotin. Typischerweise verwenden dauerhafte E-Zigarettenkonsumenten Systeme mit aufladbaren Akkus und nachfüllbaren Verdampfern. Damit lassen sich in der Regel beide Teile des Gerätes nach Anforderung und Geschmack des Käufers einzeln erwerben, kombinieren und austauschen.
 

Die Funktionsweise

In jedem Verdampfer befindet sich ein Verdampferkopf mit einer oder mehreren Heizspiralen (Coil). Ein Akku versorgt den Verdampfer mit der nötigen Spannung. Die zu verdampfende Flüssigkeit, das Liquid, gelangt durch Kapillarwirkung des Trägermaterials in den Verdampferkopf. Dort wird dieses erhitzt und dadurch vernebelt. Im Verdampfer befindet sich ein Luftströmungskanal durch den der Dampf gezogen wird. Bei manchen Geräten ist auch der Zugwiderstand (Airflow) einstellbar. Sobald der Benutzer am Mundstück zieht, wird mit dem Luftstrom der produzierte Dampf transportiert und kann dann inhaliert oder gepafft werden.
 
Trägerstoff und Heizdraht haben nur eine begrenzte Lebenszeit. Die Verdampfer unterscheiden sich hauptsächlich dadurch, wie das jeweilige Verbrauchsmaterial gewechselt werden kann:

Einweg-Verdampfer :

Man muss den gesamten Verdampfer wechseln, weil die Heizwendel und der Liquidträger fest darin verbaut sind. 

Verdampfer mit wechselbaren Köpfen:

Im sogenannten Verdampfer-Kopf befindet sich die Wendel sowie der Liquidträger. Hier wechselt man nur den Verdampfer-Kopf.

Selbstwickelverdampfer (SWVD oder engl. RBA für rebuildable Atomizer):

Der Benutzer hat direkten Zugriff auf das Trägermaterial und die Heizwendel. Er kann sie so oft auswechseln und anpassen wie er möchte.

Die meisten Verdampfer haben einen Vorratstank für das Liquid. Dieser besteht meistens aus Glas (Pyrex oder Borosilikat), Metall (meist Edelstahl) oder Kunststoff (meist PMMA). Das Liquid wird durch Unterdruck oder Kapillareffekt aus dem Tank in die Verdampferkammer transportiert.
 

Verdampfer ohne Tank sind sogenannte Tröpfelverdampfer die man auch Tröpfler nennt, oder Depotverdampfer. Das Liquid wird bei ihnen direkt auf Heizspirale und Trägermaterial getröpfelt. Dies reicht bei Tröpflern dementsprechend für 3-10 Züge je nach Wicklung, Wattedepot und eingestellter Leistung. Bei Depotverdampfern, die über ein Wattedepot verfügen, hierdurch für bis zu 100 Züge. Neu betanken muss man diese Verdampfer allerdings sobald der Liquidvorrat erschöpft ist.