Anfänger-FAQ

Anfänger-FAQ


Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu vom rauchen auf das dampfen umzusteigen. Hierbei sind meistens einige Fragen im Vorfeld zu klären. Für interessierte Personen haben wir hier einmal versucht die häufigsten Fragen zu beantworten und eine schnelle Übersicht zu bieten.


Was ist eine E-Zigarette ?

Antwort anzeigen »

Die E-Zigarette ist ein Gerät das durch elektrische Energie eine Flüssigkeit, das Liquid, in Dampf umwandelt.

Man inhaliert diesen Dampf  anstelle von Tabakrauch. Die E-Zigarette hat nichts mit der klassischen Tabakzigarette zu tun.

Wie benutzt man die E-Zigarette ?

Antwort anzeigen »

In einer E-Zigarette wird das Liquid verdampft und dann inhaliert. Hierzu betätigt man bei den meisten Geräten einen Taster. Der dadurch entstehende Nassdampf wird durch ziehen am Mundstück (DripTip) aus dem Gerät gezogen. Hierbei unterscheidet man verschiedene Inhalationstechniken wie MTL oder DL. “MTL” ist die Abkürzung für “Mouth To Lung”, also Mund zu Lunge dampfen, die klassische Inhalation wie bei einer Zigarette. “DL” hingegen steht für “Direct Lung”, also das direkte inhalieren bis in die Lunge, oder auch “atmen durch die Dampfe”.

Ist das benutzen einer E-Zigarette schädlich ?

Antwort anzeigen »

Zigarettentabak enthält, je nach Art und Marke, um die 6000 einzelnen Stoffe, wovon mindestens 60 krebserregend sind. Diese werden verbrannt, wodurch zusätzliche Schadstoffe entstehen. Das fällt bei der richtigen Benutzung der E-Zigarette weg. Das britische Gesundheitsministerium geht offiziell davon aus, dass E-Zigaretten mindestens 95% weniger Risiko mit sich bringen als die klassische Tabakzigarette.

Woraus besteht das Liquid ?

Antwort anzeigen »

Ein Liquid besteht mindestens aus einem der beiden Trägerstoffen Propylenglykol (PG) oder Glycerin (VG). Alternativ auch aus einer Kombination der beiden Trägerstoffe in einem gewissen Verhältnis zueinander, z.B. 50/50 oder 70/30. Diese Kombination nennt man VPG.

Propylenglykol (1,2-Propandiol) ist der Geschmacksträger, und das nicht nur im Liquid sondern auch in fast allen Saucen und Aromen.
Glycerin ist ein Zuckeralkohol und Lebensmittelzusatzstoff (E422). Es wird VG abgekürzt. Diese Abkürzung steht für „vegetable glycerin“. Es wird auch häufig als “veganes Glycerin” bezeichnet.

 

Beide Stoffe sind auch in Kosmetik, Cremes, Lippenbalsam, Medikamenten, Kaugummi, Zahnpasta und vielen anderen Produkten des alltäglichen Lebens enthalten. Beide Stoffe werden auch Tabak künstlich zugesetzt um Ihn geschmeidig und feucht zu halten. Ein Liquid kann zusätzlich mit Nikotin und Aroma angereichert werden. Die Aromazusätze sind in der Regel als Lebensmittelaromen zugelassen.

Ein Liquid welches in Deutschland vertrieben werden soll, muss einen medizinischen Reinheitsgrad aufweisen. Deshalb müssen Sie geprüft und bei der EU zugelassen sein.

Wie gefährlich ist das Nikotin ?

Antwort anzeigen »

Jahrelang wurde Nicotin mit Tabak gleichgesetzt, weil es keine andere Darreichungsform gab. Deshalb wurde Nicotin ohne Tabak kaum erforscht. Das ist zum Glück inzwischen anders.Nicotin ist ein natürlich gereifter Stoff in allen Nachtschattengewächsen, z.B. auch in Tomaten, Auberginen und Kartoffeln. Nicotin ist jedoch nicht krebserregend.

Die Arterien “versteifen” sich kurzfristig und der Blutdruck erhöht sich kurzfristig. Dieser Effekt lässt aber bereits nach einigen Minuten nach. Langfristige Schäden durch Nicotin in Abwesenheit von Tabak sind derzeit nicht nachgewiesen.

Selbst eine suchterzeugende Wirkung wird durch viele Wissenschaftler mittlerweile angezweifelt, bzw. ausgeschlossen.

Kann ich durch die E-Zigarette aufhören zu rauchen ?

Antwort anzeigen »

Da man bei der E-Zigarette nichts verbrennt oder verglimmt, sieht der Dampfer, also der Benutzer einer E-Zigarette, sich als Nichtraucher. Man kann weiter Nicotin konsumieren, ohne die gefährlichen Konsequenzen des Tabaks befürchten zu müssen. Ein Kaffeetrinker sieht sich auch nicht als Coffein süchtiger.Aber auch wer mit jeglicher Inhalation aufhören will, hat mit der E-Zigarette durchaus gute Chancen.

Zu lange wurde beim Rauchen in Richtung der Substanzabhängigkeit geforscht. Erst durch die Forschung mit der E-Zigarette wird immer klarer, dass es bei der vermeidlichen “Sucht” vor allem um den Tabak und eine Verhaltensabhängigkeit geht.

Die meisten E-Zigaretten Nutzer reduzieren von ganz alleine schon nach wenigen Wochen den Nikotingehalt in Ihrem Liquid. Viele verzichten ganz darauf und werden reine Genussdampfer. Einige schaffen es sogar im Laufe der Zeit komplett aufzuhören, auch mit dem dampfen.

Nikotinersatztherapien wie Pflaster, Kaugummis oder Sprays haben keine so hohe Erfolgswahrscheinlichkeit wie die E-Zigarette.

Je nach Umfrage liegen die Werte der E-Zigarette zwischen 30%  und 80% . Die Erfolgsquote der Ersatztherapien liegt bei ca. 5%

Was ist mit den Personen in meiner Umgebeung – Passivdampfen ?

Antwort anzeigen »

Die Frage nach der Schädlichkeit für Passivdampfer wird überraschend oft gestellt. Er ist sicherlich vor allem relevant, wenn Kinder im Haushalt sind.Der große Unterschied der E-Zigarette zur Tabakzigarette ist die Emission. Denn eine E-Zigarette produziert nur Dampf, wenn man sie aktiv benutzt. Eine Zigarette dagegen verglimmt und produziert Rauch, auch wenn man nicht an ihr zieht.

Es gibt diverse Studien die belegen, dass in dem ausgeatmeten Dampf keine relevanten Stoffe enthalten sind. Beispielsweise liegen Schadstoffe wie Formaldehyd im ausgeatmeten Dampf unter dem Niveau der umgebenden Raumluft. Und Nikotin wird selbst durch Wasserdampf beim kochen von Nachtschattengewächsen, z.B. Kartoffeln, an die Raumluft abgegeben.

Wer benutzt eigentlich eine E-Zigarette ?

Antwort anzeigen »

Der größte Anteil, über 98% der Nutzer von E-Zigaretten, sind ehemalige Raucher. In Deutschland benutzen derzeit über zwei Millionen Menschen die E-Zigarette (Stand 2016). In Großbritannien sind es ca. drei Millionen (Stand 2016), und in den USA sind es mindestens acht Millionen, oder mehr (Stand 2015).

Vor allem Gesundheitsorganisationen und Behörden haben starke Bedenken geäußert, dass die E-Zigarette Jugendliche und Nichtraucher verführen, und zum Rauchen animieren, wird. Der sogenannte Gateway-Effekt. Dieses ist mittlerweile durch diverse Studien widerlegt. Trotzdem fällt auch die E-Zigarette unter das Jugendschutzgesetz, was wir befürworten. Daher ist der Verkauf, die Beratung und auch das überlassen von E-Zigaretten und Zubehör erst ab 18 Jahren. Das gilt auch für nikotinfreie Erzeugnisse ! ! !

Die Universität Stirling hat mittlerweile in einer Studie nachgewiesen dass nur 0,1% bis 0,5% der Jugendlichen, die regelmäßig eine E-Zigarette benutzen, vorher nicht geraucht haben.

Wo bekomme ich meine erste E-Zigarette ?

Antwort anzeigen »

Inzwischen gibt es in vielen größeren Städten so genannte Vape Shops, die sich auf den Verkauf von E-Zigaretten spezialisiert haben. Dort sollte sich jeder Umsteiger beraten lassen und hierfür auch ein bisschen Zeit einplanen.
Einsteigern ist von Angeboten über andere Plattformen wie Amazon oder ähnlichen abzuraten. Ebenso sollten Interessenten von Shops Abstand nehmen, die E-Zigaretten zu einem anderen Kernangebot im Sortiment haben, beispielsweise Shisha Shops oder Tabakläden. Das Liquid kommt meist von größeren Händlern. Solange das Liquid den jeweiligen Bestimmungen entspricht kann man das Problemlos überall kaufen.

Kann, wie in den Medien berichtet, eine E-Zigarette explodieren ?

Antwort anzeigen »

E-Zigaretten werden mit handelsüblichen industriellen Akkus betrieben. Entweder fest verbaut oder auswechselbar. Diese „explodieren“ nicht. Sie können bei falscher Benutzung allerdings überhitzen und entgasen. Dieses Entgasen ist auch z.B. von diversen Handys bekannt. Die Akkus in E-Zigaretten sind üblicherweise geregelt. Es existieren verschiedene Schutzvorrichtungen gegen eine Überhitzung, die zum Entgasen führen könnte. Bei normaler, sachgemäßer Handhabung sind sie sehr sicher.Die wenigen Fälle, in denen Medien von „explodierenden“ Akkus berichten, sind angesichts der Nutzerzahlen und der Nutzungsintensität verschwindend gering und alle Fälle “explodierender” Akkus bei E-Zigaretten konnten bisher auf eine falsche Nutzung zurückgeführt werden.

Es gibt Gesundheitsaktivisten, die aus unterschiedlichen Gründen der E-Zigarette ablehnend gegenüberstehen. Beispielsweise weil sie ihre bisherige Arbeit der Suchtprävention dadurch als gefährdet sehen, Genussmittel moralisch ablehnen oder ähnliches. Dazu gehören z.B. die WHO und auch diverse Nichtraucherverbände.

Hinzu kommt das die Pharmaindustrie, die durch die E-Zigarette ihre Umsätze durch Nikotinersatztherapien gefährdet sieht. Sie verbreiten über Agenturen Meldungen und Studien, welche die E-Zigarette meistens falsch darstellen. Diese werden von den Medien allerdings als zuverlässige Informationsgeber angesehen. Dadurch werden dann Pressemitteilungen oder Interviews stellenweise ungeprüft übernommen. Dabei sind die Argumente immer dieselben: Jugendschutz, öffentliche Gesundheit, nicht absehbare Langzeitfolgen und fehlende Langzeitstudien.

Die Medien übernehmen diese Berichte einfach, denn ihr einziges Interesse sind Leserzahlen.

Welche verschiedenen E-Zigaretten gibt es ?

Antwort anzeigen »

Grundsätzlich unterscheidet man drei Generationen der E-Zigarette. Diese Generationen haben nur mit der Evolution zu tun und sagen gar nichts über die Qualität aus.

Die erste Generation sind Kartuschen Geräte.

Üblicherweise reagieren sie auf Unterdruck über einen sogenannten Zugschalter. Diese findet man auch häufig an Tankstellen, am Kiosk und in Supermärkten. Oft sind das so genannte cig-a-likes, die in Haptik und Aussehen Tabak Zigaretten imitieren. Davon sei jedem Umsteiger abgeraten.

Inzwischen gibt es aber sehr gute und moderne Geräte der ersten Generation. Sie haben einen guten Akku, und mit den Kartuschen wechselt man den ganzen Verdampfer und das Liquid.Sie sind sehr einfach zu bedienen.

Ein Gerät der zweiten Generation.

Die zweite Generation sind Geräte, bei denen die Heizwendel und das Liquid unabhängig voneinander gewechselt oder aufgefüllt werden.

Ein Gerät der dritten Generation.

Die dritte Generation sind so genannte offene Systeme. Bei ihnen sind Akkuträger und Verdampfer voneinander getrennt. Man kann die Einzelteile jeweils untereinander austauschen.

Bei den Akkuträgern ist üblicherweise auch die Leistung in Watt oder Volt einstellbar und die Akkus sind austauschbar. Bei den Verdampfern gibt es sehr verschiedene Formen. Das geht von Verdampfern mit fertigen Coils  bis hin zu so genannten Selbstwicklverdampfern. Bei einem Selbstwickelverdampfer kann man die Heizwendel individuell selber drehen und mit dem entsprechenden Trägermaterial bestücken.

Welche kosten kommen auf mich am Anfang zu ?

Antwort anzeigen »

Die Anschaffungskosten für ein anfängerfreundliches Gerät liegen je nach Modell zwischen 20,- € und 60,- € für ein so genannte Starter-Set.Natürlich gibt es mittlerweile eine große Auswahl verschiedener E-Zigaretten. Das geht hin bis zu hochwertigen Verdampfern um die 150,- € und Akkuträgern für einige Hundert Euro.

Auch bei dem Liquid gibt es verschiedene Preise je nach Hersteller. Der Verbrauch ist vom Gerät, der produzierten Dampfmenge und natürlich der Benutzung durch den Dampfer abhängig.

Bei einigen Starter-Sets kann man davon ausgehen, dass diese 10ml etwa für drei bis fünf Tage reichen können. Ein Umsteiger spart vom Start an leicht 50% dessen, was er vorher für Zigaretten ausgegeben hat. Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten Geld zu sparen wie zum Beispielsweise durch das Selber mischen von Liquid’s.


Wir hoffen das wir Euch die ersten Fragen auf diese Weise beantworten konnten. Solltet Ihr weitere Fragen haben könnt Ihr uns Eure Frage gerne über unser Kontaktformular zusenden. Wir werden schnellstmöglich versuchen Eure Anfrage nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten, auch um die Anfänger-FAQ weiterhin aktuell zu halten.